ilja.
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Persönlich. Unregelmäßig. Ich.
My Inner World

Vier Schultern tragen mehr als zwei. ❤️

„Ich muss das alleine schaffen.“ „Ich muss erst wieder mit mir selbst klarkommen.“ „Ich möchte niemandem zur Last fallen.“

Solche Aussagen kennt vermutlich jeder. Vielleicht hat man sie selbst schon einmal ausgesprochen oder von einem Menschen gehört, der einem besonders wichtig ist. Und natürlich steckt darin zunächst etwas Gutes: der Wunsch nach Selbstständigkeit, nach Stärke und danach, sein Leben selbst im Griff zu haben.

Aber ich frage mich manchmal: Warum glauben wir eigentlich, dass wir erst mit uns selbst und unserem Leben vollkommen im Reinen sein müssen, bevor wir einen anderen Menschen an unserer Seite zulassen dürfen?

Wir alle haben doch unsere Geschichte, unsere Macken, unsere Verletzungen und manchmal auch ziemlich große Baustellen. Der eine trägt sie sichtbar mit sich herum, der andere versteckt sie hinter einem Lächeln. Und manche Menschen haben schlicht mehr zu tragen als andere. Aber macht sie das weniger liebenswert? Weniger geeignet für eine Beziehung? Muss man erst wieder „funktionieren“, bevor man sich Nähe und Zuneigung erlauben darf?

Für mich bedeutet Partnerschaft jedenfalls nicht, jemanden retten, therapieren oder reparieren zu wollen. Ich suche keinen Menschen, dessen Probleme ich lösen kann. Ich möchte einen Menschen an meiner Seite, den ich mag, so wie er ist. Mit seinen schönen Seiten, seinen Eigenheiten und eben auch mit dem, was das Leben ihm vielleicht nicht gerade leicht macht.

Natürlich kann und soll niemand dem anderen seine gesamte Last aufbürden. Jeder bleibt für sein eigenes Leben verantwortlich. Und selbstverständlich muss man respektieren, wenn jemand gerade keine Beziehung möchte oder wirklich Zeit für sich braucht. Aber Hilfe anzunehmen ist doch keine Schwäche. Und jemanden an seinen Sorgen teilhaben zu lassen, bedeutet nicht automatisch, ihm zur Last zu fallen.

Vielleicht ist genau das sogar eine der schönsten Seiten einer Beziehung: Dass man nicht immer stark sein muss. Dass man auch mal sagen darf: „Heute geht’s mir beschissen.“ Ohne Angst haben zu müssen, deswegen weniger geliebt zu werden. Und dass man umgekehrt genauso selbstverständlich für den anderen da ist, wenn dessen Welt gerade ein bisschen aus den Fugen gerät.

Eine Beziehung ist schließlich kein Dauerurlaub auf Wolke sieben. Das Leben spielt nun mal nicht immer mit. Mal braucht der eine mehr Unterstützung, mal der andere. Und manchmal reicht es schon, wenn jemand einfach da ist, zuhört, einen in den Arm nimmt oder gemeinsam mit einem über den ganzen Mist lachen kann.

Ich glaube nicht, dass zwei Menschen erst vollkommen mit sich selbst im Reinen sein müssen, um gemeinsam glücklich werden zu können. Vielleicht dürfen sie auch miteinander wachsen, ohne sich gegenseitig retten zu müssen.

Denn manchmal tragen vier Schultern eben mehr als zwei. ❤️

Wie seht ihr das? Muss man erst alleine mit seinem Leben klarkommen, bevor man eine Beziehung eingehen kann? Oder darf man auch gemeinsam durch schwierige Zeiten wachsen?

#VierSchultern #LiebeUndLeben #GemeinsamStattEinsam #BeziehungAufAugenhöhe #NäheZulassen #ThinkAbout

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